Durschlafen beim Baby – die besten Tipps & Tricks

Durschlafen beim Baby – die besten Tipps & Tricks

Die Erfahrung zeigt, dass Babys schon nach ein paar Wochen lernen können, in einem normalen Tag-Nacht-Rhythmus zu leben. Wichtig dabei sind immer gleichbleibende Routinen, wie das Aufstehen am Morgen und die Schlafenszeit am Abend. Feste Essenszeiten über den Tag spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Dunkelheit in der Nacht und Helligkeit am Tag kann deinem Baby helfen die Nacht vom Tag zu unterscheiden. So hilfst du ihm so beim nächtlichen Durchschlafen.

Hintergrundgeräusche können helfen

Ist dein Säugling einmal eingeschlafen, schläft er meist sehr tief. Du hast bestimmt schon gemerkt, dass dein Baby durch Alltagsgeräusche nicht aufwacht. Deshalb ist es wichtig, dass du dein Neugeborenes von Anfang an alltägliche Geräusche gewöhnst. So lernt es auch bei einer normalen Geräuschkulisse ruhig weiterzuschlafen. Kinder, die an alltägliche Geräusche gewöhnt sind, schlafen in der Tat sogar besser ein, wenn das Radio läuft oder die Dunstabzugshaube vor sich hin summt. Im Babybedarf findest du sogenannte White Noise Maschinen. Diese Geräte spielen leise Geräusche ab und können deinem Baby damit auch in der Nacht beim Durchschlafen helfen.

baby durchschlafen bild 1

Auch Babys brauchen Rituale

Nicht allen Babys ist beim Durchschlafen so leicht geholfen. Jedes Baby ist anders und hat andere Bedürfnisse. Manche Kinder brauchen zum Einschlafen Dunkelheit und die elterliche Nähe. Immer wiederkehrende Rituale helfen deinem Säugling dabei einzuschlafen. Solch ein Ritual kann z. B. sein, dass du vor dem zu Bett gehen noch mal kurz mit deinem Baby nach draußen gehst oder ihm ein Schlaflied vorsingst. Sei dabei kreativ! Du weißt am besten was dein Nachwuchs braucht.

Mahlzeiten müssen richtig getimt sein

Manche Babys wachen in der Nacht auf, weil sie Hunger haben. Eine späte Nachtmahlzeit kann deinem Baby dabei helfen in der Nacht nicht aufzuwachen. Viele Kinder können sich dabei schnell an eine erneute Mahlzeit zwischen 22 und 24 Uhr gewöhnen. Grundsätzlich vergrößert sich die Zeitspanne zwischen den Mahlzeiten pro Lebenswoche. Am Anfang gehört es jedoch dazu, dein Baby regelmäßig zu wecken um es trinken so lassen. So kannst du die Zeiten, in denen dein Säugling trinkt, selbst bestimmen und die Zeit dazwischen nutzen, um selbst zu schlafen.

Was kannst du tun, wenn dein Baby nachts aufwacht?

Vorneweg: Es gibt kein richtig oder falsch. Überlege dir einen Plan wie du vorgehst, wenn dein Neugeborenes nachts aufwacht. Wichtig dabei ist, dass sich beide Eltern konsequent an diesen Plan halten, um dem Säugling die nötige Routine zu bieten.

Ist es dir wichtig, dass dein Kind in seinem eigenen Bett schläft, dann lasse es auch beim nächtlichen Aufwachen darin liegen. Vermeide es, deinen Säugling in der Nacht von seinem Bettchen mit in dein Bett zu nehmen. Lässt sich dein Kleinkind nicht durch deine reine Anwesenheit beruhigen, streichle es sanft oder lege deine Hand auf seine Brust. Fühlt sich dein Säugling trotzdem noch unwohl, weil es eventuell aufstoßen muss, nimm es dazu kurz aus seinem Bettchen.

Lege es danach unbedingt wieder zurück. Dein Nachwuchs wird sich so an sein eigenes Bett gewöhnen und sobald er sich wieder wohl wühlt friedlich weiter schlafen. Denke dabei daran, dass kuscheln und spielen dein Kind zwar glücklich machen, aber nicht müde. Vermeide deshalb in der Nacht solche Aktivitäten. In den Schlaf gewogen zu werden sollte keine Einschlafroutine für dein Baby darstellen.

Ein guter Tipp um kein Licht in der Nacht anschalten zu müssen: stecke schon beim Zubettgehen deines Kindes ein Nachtlicht in die Steckdose. So hast du ausreichend Licht in der Nacht, musst das Zimmer aber nicht hell erleuchten um deinen Nachwuchs sehen zu können. Für deinen Säugling gehört das Nachtlicht zu seinem gewohnten Schlafumfeld. Deshalb wird er sich dadurch nicht am Schlafen hindern lassen.

Die Windeln in der Nacht zu wechseln wird schon nach den ersten paar Wochen nicht mehr nötig sein, außer dein Baby hatte in der Nacht Stuhlgang.

Eine weitere Empfehlung von gelernten Stillberaterinnen ist es, das Kleinkind beim Stillen nicht einschlafen zu lassen. Die Nahrungsaufnahme und das Einschlafen sollten strikt voneinander getrennt sein.

Du vermeidest so, dass dein Säugling Trinken mit Einschlafen verbindet und es dann zum Einschlafen fordert. Dein Kind behält sein echtes Hungergefühl und verbindet es nicht mit einer Einschlafroutine. Halte dein Kind nach seiner letzten Abendmahlzeit so lange wach, bis es in seinem Bettchen liegt. Sollte es doch dabei einschlafen, wecke es wieder auf, indem du es beispielsweise wickelst. Dein Kleinkind wird so auch ohne direkten Körperkontakt einschlafen können. Das wird ihm vor allem später helfen, beim nächtlichen Aufwachen auch alleine wieder einschlafen zu können.

Grundsätzlich gilt: Lass dich nicht stressen! Alle Babys schlafen und entwickeln sich unterschiedlich. Manche brauchen länger um einen festen Schlafrhythmus zu finden als andere. Es gibt deshalb für dich als Elternteil kein richtig oder falsch.

5 weitere Tipps, damit dein Baby durchschlafen wird

Tipp 1: Lasse deinen Nachwuchs erst gar nicht aufwachen!

Babys, die in der Nacht Hunger haben, bringen das meist schon eine halbe Stunde vorher zum Ausdruck ohne dabei jedoch aufzuwachen. Versuche, den Hunger schon in dieser Zeit zu stillen. Dein Baby wird dann friedlich weiter schlummern.

Viele Babys haben noch keinen festen Rhythmus. Deshalb ist hierbei dein elterlicher Instinkt gefragt. Um dein Baby zu einem festen Rhythmus zu verhelfen, schlafe am besten neben ihm oder im selben Raum.

So lernst du die Zeichen deines Babys zu deuten und kannst dir dann schon vor dem nächsten Hunger deines Babys den Wecker stellen, um diesen direkt zu stillen.

Am einfachsten ist es, das Fläschchen dafür schon am Vorabend vorzubereiten. Stillen ist natürlich die einfachste Variante, da du das Baby als Mutter direkt anlegen kannst.

Manchmal ist es aber nicht der Hunger, der dein Baby unruhig werden lässt. Oft verlangt es auch einfach nach seinem Schnuller. Lege dir deshalb immer einige Schnuller griffbereit, sodass du sie nachts schnell parat hast.

Viele Kleinkinder lernen ab dem 8. Monat selbst nach ihrem Schnuller zu greifen. Lege dir deshalb einige Schnuller an das Kopfende des Bettes. So kann dein Baby bei Bedarf selbst danach greifen. Dein Baby kann bereits mit 6 Monaten Gegenstände mit einer Hand greifen.

Tipp 2: Lasse dein Baby im Elternbett schlafen

Wird dein Baby nachts ständig wach, weil es in seinem eigenen Bett liegt? Dein Kind braucht dich womöglich noch mehr, als du angenommen habt. Gib deinem Kind deshalb die benötigte Nähe!

Der Schlaf deines Babys ist dir heilig? Das ist ausgezeichnet! Doch denke dabei auch an deine eigenen Ruhephasen. Denn auch du brauchst ausreichend Schlaf.

Wenn du dein Baby im Elternbett schlafen lässt, ersparst du dir nachts den mühsamen Gang ins Kinderzimmer. Nicht nur dein Baby kann dadurch unruhiger schlafen, auch du selbst verlierst möglicherweise wertvolle Stunden an Schlaf. Vielleicht ist es daher besser, dein Kind im Elternbett schlafen zu lassen: So kannst du es als Mutter auch im Halbschlaf stillen, ohne dafür aufstehen zu müssen.

Tipp 3: Dein Baby schläft unruhig? Quartiere es aus!

Zappelt dein Baby viel im Schlaf, wirft sich hin und her oder stößt dich weg und weckt dich damit sogar in der Nacht beim Schlafen auf?

Wenn du eine organische Ursache bereits mit deinem Kinderarzt ausgeschlossen hast, dann ist dein Baby eventuell einfach ein unruhiger Schläfer. Dann kann es die beste Lösung sein, dein Kind einfach in seinem eigenen Bett schlafen zu lassen.

Am einfachsten ist es nach und nach die physische Distanz zu deinem Nachwuchs zu vergrößern. Lasse dein Kind am Anfang z. B. in einem Beistellbett schlafen.

Reicht das noch nicht aus, wird es helfen wenn du das Kinderbett weiter wegrückst. Manche Kinder finden zu einem entspannten Schlaf, wenn Sie nachts in ihrem Kinderzimmer liegen. Falls du dir Sorgen machst, dass dein Kleinkind vielleicht noch nicht so weit ist, probiere es einfach aus bevor du endgültige Fakten schafft.

Tipp 4: Gestalte die Tage und Nächte unterschiedlich voneinander

Viele Säuglinge können auch nach zwei oder drei Monaten immer noch nicht den Tag von der Nacht unterscheiden. Versuche deshalb unbedingt die Nacht von dem Tag in deinem Verhalten zu unterscheiden. Entwickle Routinen, die beim Baby das Einläuten der Nacht auslösen.

Solch eine Routine kann sein das Baby nachts in seinem Zimmer einschlafen zu lassen, wobei es tagsüber z. B. im Wohnzimmer schläft. Dunkle in der Nacht das Zimmer vollständig ab und vermeide am Abend mit dem Kind zu spielen. So wird es die nötige Ruhe finden können und lernt, Tag und Nacht voneinander zu unterscheiden.

Tipp 5: Lasse dein Baby nicht mehr als nötig ruhen

Manche Kleinkinder wachen nachts auf, weil Sie schlicht weg nicht mehr müde sind. Das kann daran liegen, dass sie am Tag schon zu viel Zeit in ihrem Bettchen verbracht haben. Versuche deshalb immer den Schlafbedarf deines Kindes zu verstehen. Dieser kann sich immer wieder plötzlich ändern. Um herauszufinden wie viel Schlaf dein Nachwuchs tatsächlich benötigt, führst du am besten Protokoll. Ein Zeitraum von zwei Wochen ist ideal und die Beobachtung sollte im gewohnten Umfeld des Kindes stattfinden.

Schreibe immer auf, wann dein Kind wie viel geschlafen hat. Auch von wann bis wann dein Kind wach war.

Überlege dir danach, wie du den Rhythmus besser anpassen kannst, sodass dein Kind ausreichend, aber nicht zu viel ruht. Lasse dein Baby schlafen, wenn es müde ist und wecke es auf, wenn es ausreichend geruht hat.

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