Kinder & Süßigkeiten - alles wichtige zum Thema

Kinder & Süßigkeiten - alles wichtige zum Thema


„Mama, kann ich was Süßes haben?“

Wer kennt es nicht? Den meisten Eltern ist ja bewusst, dass der Zucker in den süßen Leckereien sehr ungesund ist, trotzdem ist es nicht immer leicht, deinem Kind diesen Wunsch zu verwehren, doch will man ja nur das Beste für den Nachwuchs. Was also ist in diesem Fall das Beste für dein Kind?

In dem folgenden Artikel bekommst du ein paar Infos über Süßigkeiten und Zucker, Tipps und Ideen, die den Umgang mit Süßigkeiten im Alltag verbessern und zu guter Letzt noch ein leckeres Rezept, wie du „bessere“ Süßigkeiten für deine Kinder ganz einfach selber zaubern kannst.

Zucker-Fakten

Zu viel Zucker ist ungesund, fördert die Bildung von Karies, führt zu Übergewicht und bringt gesundheitliche Beschwerden mit sich, wie z.B. einen zu hohen Blutdruck und Blutzuckerspiegel und erhöhte Cholesterinwerte. Diabetes und Herzkrankheiten sind die Folgen. In der Leber wandelt sich Zucker sofort zu Fett um, verursacht dann eine Insulinresistenz und erhöht das Risiko für Diabetes, Herz- und Leberkrankheiten.

Außerdem macht Zucker möglicherweise süchtig. Das kann besonders bei Kindern sehr Besorgnis erregend sein, da sich in den ersten beiden Lebensjahren der Geschmackssinn bildet. Dieser passt sich dann den süßen Produkten an und die Kinder gewöhnen sich so sehr an die Süße, dass sie süchtig werden.

Zucker muss nicht unbedingt von Süßigkeiten stammen, er versteckt sich in vielen Lebensmitteln, so etwa zum Beispiel auch in gesüßten Joghurts oder Getränken, wie zum Beispiel Säften und Softdrinks.

Den wirklichen Zuckergehalt von Fertigprodukten solltest du in den Nährwertangaben überprüfen, da auf der Zutatenliste oft mehrere verschiedene Zuckerarten aufgelistet sind.

Tipp: das Zucker-Versteckspiel

Dieses Spiel eignet sich für deine ganze Familie. Am besten sucht ihr eure beliebtesten Leckereien (gerne alles, nicht nur Süßigkeiten) zusammen und legt diese auf euren Tisch. Als Nächstes bekommt jeder ein paar Zuckerstückchen und darf mit diesen einen Tipp abgeben, wo er vermutet, dass am wenigsten und am meisten Zucker enthalten ist. Dazu legt jeder nach seiner Vermutung entsprechend die Zuckerstückchen vor die Produkte. Ihr werdet staunen in welchen Lebensmitteln sich wie viel Zucker versteckt. So bekommt ihr spielerisch ein besseres Bewusstsein für Lebensmittel. Einfach toll!

Ein bewusster Umgang mit Süßigkeiten

Süßigkeiten solltest du auf keinen Fall als Druckmittel einsetzen. Das heißt weder den Einsatz von Süßigkeiten als Belohnung für eine gute Leistung, noch den möglichen Entzug von Süßigkeiten als Bestrafung.

Ein Verbot von Süßigkeiten bringt auch nichts. Spätestens wenn die Kinder dann in das Schulalter kommen, ist der Einfluss auf die Ernährung der Kinder nur noch begrenzt möglich. Wichtig wäre hier vorzubeugen und dem Kind vorher schon ein bestimmtes Bewusstsein für Lebensmittel mitzugeben.

Natürlich bist du mit deinen Gewohnheiten und deinem Lebensstil diejenige Person, von der dein Kind in erster Linie lernt. Vorleben ist besser als Vorbeten – das ist hier die Devise. Wenn du selber regelmäßig zu Naschereien greifst, wirst du dein Kind nicht davon überzeugen können, weniger Zucker zu essen.

Tipp:

Erarbeitet Regeln für das Naschen für die ganze Familie – und haltet euch daran.

Wie viele Süßigkeiten sind ok?

Am besten stehen den Kindern die Süßigkeiten nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Einmal am Tag reicht vollkommen aus. Zum Beispiel eignet es sich gut als Nachtisch, nach dem Mittagessen. Oder zwischendurch am Nachmittag mal eine kinderhandgroße Portion Kekse oder Ähnliches.

Tipp: Eis-Dates

Arrangiere Dates mit deinem Kind zum Eis essen. So verbringst du Zeit mit deinem Kind und du kannst es mit einem Spaziergang durch den Ort an der frischen Luft kombinieren. Da kommt Freude auf und macht es zu etwas ganz Besonderem!

Alternativen zu konventionellen Süßigkeiten

Bringe deine Naschereien auf ein neues Level! Da die Gesellschaft allgemein immer besser aufgeklärt ist, ist zum Glück auch die Nachfrage nach gesunden alternativen Süßigkeiten gestiegen. Deshalb findest du im Supermarkt und vor allem im Bioladen schon öfter mal Süßigkeiten, die vor allem weniger oder auch gar keinen industriellen Zucker mehr enthalten. Doch auch wenn „Zuckerarm“ oder Ähnliches auf der Verpackung suggeriert wird, solltest du dennoch immer hinten die Nährwertangaben und die Zutatenliste checken. Sicher ist sicher.

Als Knabberei im Buggy bieten sich beispielsweise frisches Obst wie Mandarinen, geschnittene Apfelstücke oder kernlose Trauben als eine tolle Alternative zu Keksen, Weingummi und Zwieback, in denen sich bekannterweise viel Zucker oder auch Zuckerersatzstoffe verstecken.

Eine andere mögliche Alternative für bessere Süßigkeiten wäre, sich in die Küche zu stellen und diese selber herzustellen.

Tipp:

Probiere doch generell mal beim Kochen und Backen auf Zucker zu verzichten. Viele Rezepte funktionieren auch prima ohne Zucker.

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„Gesunde“ und leckere Naschereien selber zaubern:

Da die fertigen Süßigkeiten oft viel Zucker und zugesetzte Farb- und Konservierungsstoffe enthalten, bietet es sich an eure Süßigkeiten selber zu machen und das mit ganz natürlichen Zutaten. Das ist sehr praktisch, denn so kannst du den Zuckergehalt selber bestimmen und die Leckereien mit zusätzlichen Nährstoffen aus Früchten, Nüssen, Kernen und Vollkorngetreide anreichern und hast somit Schrank zumindest „bessere“ Süßigkeiten, anstatt die konventionellen.

Allgemein gilt hierbei: Nur geschwächt süßen! So kannst du dein Kind nach und nach von zu viel Zucker entwöhnen.

Hier haben wir ein paar ausgewählte Rezepte für dich, mit denen du und deine Familie bewusster und gesünder naschen könnt:

Leckere Himbeer-Muffins

Du brauchst:

  • 175 g Himbeeren gefroren
  • 150 g Maisgrieß
  • 120 g Apfelmus
  • 90 g Mehl
  • 75 ml Buttermilch
  • 1 Ei
  • 4 EL Kokosöl
  • 1 EL Xylit
  • 1 EL Backpulver
  • 1 TL Salz

Erstmal heizt du den Backofen auf 200 °C vor. Dann das Mehl mit dem Grieß, Salz, Xylit und dem Backpulver zusammen in eine Rührschüssel geben und langsam das Kokosöl unter Rühren hinzugeben.

Dann schnappst du dir eine andere Rührschüssel und mixt die Buttermilch mit dem Ei und dem Apfelmus. Jetzt vermischst du den Inhalt der beiden Schüsseln miteinander und hebst dann vorsichtig die Himbeeren unter.

Als Nächstes schnappst du dir die Muffinförmchen (dürfte für ca. 12 Förmchen reichen) und befüllst diese mit dem Teig. Das ganze geht dann für 20-25 Min. in den Backofen (wenn du dir unsicher bist, ob die Muffins schon fertig sind, machst du einfach den Stäbchentest).

ET VOILÁ! Nachdem die Himbeer-Muffins ein paar Minuten geruht haben, sind sie schon bereit verzehrt zu werden.

Übrigens: Hier gibt es noch ein weiteres Rezept für zuckerfreie Beeren-Muffins.

Simsalabim-Sesam-Cracker

Du brauchst:

  • 50g Sesam
  • 75g Kürbiskerne
  • 75g Sonnenblumenkerne
  • 50g Mandelstücke
  • 4 EL Agavendicksaft
  • 2 Eier (nur Eiklar)
  • 1 Prise Salz

Zunächst trennst du das Eiweiß von dem Eigelb und schlägst es mit einem Schneebesen auf. Das Eigelb benötigst du für dieses Rezept nicht. Dann fügst du den Agavendicksaft und die Prise Salz hinzu und schlägst das Ganze erneut auf.

Jetzt schnappst du dir eine andere Schüssel und mischst alle anderen Zutaten durch. Wenn du das gemacht hast, kannst du hier das Eiweiß unterheben.

Der Teig ist somit schon fertig. Lege Backpapier auf einem Backblech aus und platziere darauf den Teig mit einem kleinen Löffel und bringe das Ganze in kleine runde Cracker Formen.

Der Ofen sollte auf etwa 120 °C vorgeheizt werden. Dann kannst du das Blech mit den Crackern reinschieben und 20-25 Min. backen lassen. Hole danach die Sesam-Cracker aus dem Ofen und lass sie kurz abkühlen. Leckerer Snack ganz ohne Zucker!

Bananabread-Power

Du brauchst:

  • 3 sehr reife Bananen
  • 200g Vollkorn- oder Dinkelmehl
  • 2 TL Zimt
  • 100g geriebener Apfel (hier alternativ auch zuckerfreier Apfelmus)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Eier
  • 50g Nüsse (nach Belieben: Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, …)

Zuerst schnappst du dir den Apfel und schälst, entkernst und reibst ihn fein (alternativ kann man auch Apfelmus ohne Zusatz von Zucker nehmen). Die reifen Bananen gut zerdrücken und mit dem Apfel vermengen. Dann kommen die beiden Eier hinzu. Das schlägst du jetzt alles schön schaumig.

Im nächsten Schritt mischst du das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt und gibst es anschließend zum Bananen-Apfel-Ei-Brei hinzu. Kurz alles einmal gut verrühren. Zum Schluss kannst du die von dir gewählten gehackten Nüsse in den Teig unterheben und alles in eine Kastenform füllen.

Beachte: je größer die Form, desto flacher das Brot.

Der Ofen sollte auf 180 °C vorgeheizt sein, dann kannst du das Bananenbrot hineinschieben und ca. 45 Min. backen lassen. Mit der Stäbchenprobe, kannst du dann testen, ob das Bananenbrot schon fertig ist. Danach solltest du es auskühlen lassen. Super vollwertiger Snack!

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