Baby isst keinen Brei - 6 Gründe für Verweigerung

Baby isst keinen Brei - 6 Gründe für Verweigerung

Die Zeit, in der du beginnst, deinem Baby Beikost zu füttern ist aufregend. Der Start der richtigen Nahrungsaufnahme ist sowohl für dich als auch für dein Baby eine spannende Zeit. Die Aufnahme von fester Nahrung ist ein Meilenstein in der Entwicklung deines Nachwuchses. Nicht immer verläuft der Start der Beikost Zeit jedoch ohne Probleme. Jedes Kind ist unterschiedlich und so sind auch die Geschmäcker verschieden. Manche Kinder sind erst später, andere früher bereit für die Beikost. Was aber tun, wenn dein Kind den Brei verweigert? Es gibt unterschiedliche Gründe warum, dein Kind keinen Brei essen will.

1. Dein Kind hat keinen Hunger

Der Kalorienbedarf deines Babys hängt davon ab wie viele Kalorien es verbraucht. Vielleicht ist dein Kind in seiner Entwicklung noch nicht so weit und ihm reichen die Milchmahlzeiten noch aus. Des Weiteren kann es daran liegen, dass du für die Beikostgabe die falsche Uhrzeit wählst. Orientiere dich deshalb an den Stillzeiten.

Dein Kind hat seinen eigenen Kopf. Das Hungergefühl von Kindern ist noch wesentlich präsenter als das von Erwachsenen. Sie reagieren natürlich auf ihr Gefühl. So kann es sein, dass dein Baby noch satt vom Frühstück ist und sein Magen noch ausreichend gefüllt ist. Es möchte deshalb nicht essen.

Es kann deshalb helfen, wenn du den Abstand der Mahlzeiten vergrößerst. Sei hierbei jedoch flexibel. Jeder Tag ist unterschiedlich und es kann sein, dass dein Nachwuchs an manchen Tagen früher oder später Hunger hat. Zwinge dein Baby nicht zu essen, wenn es das nicht möchte. Dein Kind wird dir dies klar signalisieren. Die meisten Kinder verschließen ihren Mund oder drehen den Kopf entschlossen weg.

2. Deinem Baby schmeckt das Essen nicht

Geschmäcker sind unterschiedlich. Das ist auch bereits im Kindesalter der Fall. Jeder Mensch hat einen anderen Geschmack. Dein Kind weiß auch im jungen Alter bereits genau was ihm schmeckt und was nicht. In dem Fall ist es wichtig, dass du standhaft, aber auch flexibel bleibst. Nur weil dein Kind den Brei beim ersten Mal nicht essen möchte, bedeutet das nicht, dass es ihn immer verweigern wird.

Füttere deinem Kind über eine Dauer von fünf bis sieben Tagen den Brei, den es zu Beginn verweigert hat. Manchmal dauert es nur etwas länger bis sich dein Baby an den Geschmack gewöhnt hat. Versuche es immer wieder. Verweigert dein Kind den Brei nach wie vor, probiere eine andere Sorte aus.

Eventuell schmeckt ihm die Obst- oder Gemüsesorte einfach wirklich nicht. Das solltest du akzeptieren. Probiere ebenfalls verschiedene Kombinationen aus. Manchmal kann es auch daran liegen, dass dein Kind die Mischung der Sorten nicht mag.

3. Der Hunger deines Babys ist zu groß

Dein Kind muss sich an die neue Form der Nahrungsaufnahme gewöhnen. Der kindliche Körper war bisher nur an Milchmahlzeiten gewöhnt. Diese werden anders verdaut als echte Nahrung. Es kann dazu kommen, dass das Hungergefühl deines Babys so groß wurde, dass es danach jede Mahlzeit verweigert.

Notiere dir die Essenszeiten deines Nachwuchses und achte streng darauf, dass dein Kind nicht zu großen Abstand zwischen den Mahlzeiten hat. Die Fütterung von Beikost ist eine neue Situation für dein Baby. Dein Säugling ist es, gewohnt aus der Brust oder Flasche zu trinken. Dies ist deutlich einfacher als die Nahrungsaufnahme mit dem Löffel. Dein Kind wird den Brei deshalb reflexartig ablehnen. Hier ist deine Geduld gefragt! Gebe nicht auf!

Sei aber nicht zu hartnäckig. Wenn dein Kind den Brei nicht essen möchte, gebe nach und lasse dein Kind von der Brust oder Flasche trinken. Dies wird seinen Hunger stillen und es wird wieder zufrieden sein. Du kannst es bei der nächsten Mahlzeit dann noch mal mit der Beikost probieren.

4. Dein Nachwuchs ist zu abgelenkt beim Essen

Lässt sich dein Kind bei der Nahrungsaufnahme leicht ablenken, kann dies unter Umständen der Hintergrund dafür sein, dass es den Brei nicht isst. Achte darauf, die Fütterung so ruhig wie möglich zu gestalten. Schalte alle störenden Geräusche, wie Radio oder Fernseher aus.

Gebe deinem Kind die Möglichkeit sich nur auf das Essen konzentrieren zu können. Räume das Spielzeug weg, sodass dein Kind von nichts abgelenkt werden kann. Es ist wichtig, dass dein Kleinkind die Nahrungsaufnahme bewusst wahr nehmen kann. Nur so kann dein Baby lernen sein Hunger- und Sättigungsgefühl einzusetzen.

Manche Kinder lieben es mit ihrem Essen zu spielen, darin rumzupantschen und mit dem Löffel zu werfen. Lasse deinem Kind den Spaß. Dieses Verhalten ist sogar sehr positiv. Es verdeutlicht das Interesse deines Babys an seiner Nahrung. Durch das Fühlen der verschiedenen Konsistenzen und Beschaffenheiten lernt dein Kind die Nahrung kennen.

5. Dein Baby ist krank

Eventuell hast du für den Beikost Start eine ungünstige Zeit gewählt. Starte nicht mit der Beikost, wenn dein Kind gerade krank ist oder die Krankheit noch nicht lange zurückliegt. Ist dein Baby angeschlagen, wirkt sich dies höchstwahrscheinlich auch auf seinen Appetit aus. Ein krankes Kind hat weniger Hunger und verweigert deshalb die Nahrung.

Zwinge dein Kind in dem Fall nicht zum Essen. Gebe dem kleinen Körper Zeit sich zu regenerieren. Die Umstellung auf Beikost ist eine große Veränderung und sollte unter keinen Umständen stattfinden, wenn dein Kind sich nicht wohlfühlt.

Gleiches gilt übrigens dafür, wenn dein Kind gerade zahnt. Wachsen die Zähnchen, ist Fieber oft eine Begleiterscheinung. Zudem hat dein Nachwuchs Schmerzen und dadurch weniger Lust auf die neue Form der Nahrungsaufnahme.

6. Die neue Situation überfordert dein Baby

Die Nahrungsumstellung ist neu für dein Kind. Die Nahrungsaufnahme mittels eines Löffels ist neu und ungewohnt. Der Mund und die gesamte Muskulatur muss sich erst an die neue Bewegung gewöhnen. Es muss also nicht zwingend an dem Brei liegen, dass dein Baby das Essen verweigert, sondern kann auch an dem Löffel liegen.

Achte bei der Auswahl des Löffels darauf, dass du dich für einen flachen Löffel entscheidest. Dieser lässt sich leichter in den Mund deines Kindes einführen und macht es deinem Baby leichter. Dein Kind wird mit vielen neuen Eindrücken überhäuft. Es ist deshalb gut möglich, dass es von der neuen Situation überfordert ist. Es muss eine neue Essenstechnik lernen. Das ist anstrengend und kräftezehrend.

Manchen Kindern hilft es, wenn der Brei am Anfang anstelle vom Löffel von dem Finger gefüttert wird. Lasse dein Baby den Brei dazu von deinem Finger nuckeln. Sobald es sich an die neue Nahrung gewöhnt hat, kannst du zum Löffel wechseln. Gebe deinem Kind den Löffel gerne schon vorab in die Hand. Es lernt ihn so auf spielerische Art und Weise kennen. Eventuell steckt es sich den Löffel auch schon selbst in den Mund.

Bevor du deinem Kind Brei mit dem Löffel fütterst, versuche es mit etwas Muttermilch, Tee oder Wasser. Entscheide dich für eine Flüssigkeit, die dein Kind bereits kennt. Dadurch minimierst du die Reize und dein Kind kann sich auf eins konzentrieren. Es wird dadurch weniger schnell überfordert.

Wenn Dein Baby den Brei verweigert – Übe keinen Druck aus!

Auch wenn dein Kind nach wie vor keinen Brei essen möchte: übe keinen Druck aus! Druck bedeutet Stress für dein Kind, aber auch für dich! Stress ist schädlich. Ernährungswissenschaftler betonen, dass auch wenn Kinder länger gestillt werden, diese dennoch nicht an Mangelerscheinungen leiden. Deine Muttermilch versorgt dein Kind mit allen wichtigen Nährstoffen und passt sich zudem optimal auf die Bedürfnisse deines Nachwuchses an.

Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich und in einem anderen Tempo. Manche Kinder brauchen länger bis sie bereit sind für Beikost andere Kinder essen einfach nicht gerne Brei. Wiederum andere wollen mit acht Monaten dann aber bereits vom Elterntisch mitessen.

Du solltest aber in jedem Fall darauf achten, dass die Nahrung deines Kindes nicht mit Zucker oder zu viel Salz versetzt wurde. Die Geschmacksknospen deines Kindes sollen sich natürlich entwickeln können. Nimmt dein Kind zu viel Süßes oder Salziges zu sich kann dies die Geschmacksknospen in ihrer Entwicklung hemmen.

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