Baby 20 Monate - das solltest Du wissen

Baby 20 Monate - das solltest Du wissen

Dein Kind ist 20 Monate alt!

Egal was – Hauptsache dagegen. So könnte man die Phase beschreiben, in der sich dein Kind gerade befindet.

Dein kleiner Rebell widersetzt sich, wo auch immer es geht. Ob es nun um das Mittagessen, das Windelwechseln oder Zähneputzen geht. Kleinkinder in diesem Alter wollen gerne selbst in Kontrolle sein.

Eine gute Idee, um dagegen zu steuern, ist es, dem Kind viele Möglichkeiten zu „helfen“ oder eigene Entscheidungen treffen zu lassen. Zum Beispiel kann dein Kind auch mal alleine Essen (auch wenn es unordentlich ist), und wenn es sagt, dass es nach zwei Bissen fertig ist, dann sei es so.

Bei der nächsten Mahlzeit wird es dann einfach eine Portion mehr essen. Probiere deinem Kind das Gefühl zu geben, dass es auch mal seine eigenen Entscheidungen treffen darf. Zum Beispiel kannst du ihm beim Essen eine Auswahl verschiedener Gemüsesorten geben. Oder fragen, was es gerne als Nächstes spielen möchte, anstatt alles vorzugeben.

Bei wichtigen Entscheidungen, bist du natürlich nach wie vor die entscheidende Kraft, und das ist auch gut so. Aber wenn du bei den kleineren Dingen ab und zu dein Kind mitentscheiden lässt, wirst du sehen, wie die Auseinandersetzungen nachlassen.

Inzwischen läuft dein Kind wahrscheinlich schon munter durch euer Zuhause. Es wird immer aktiver und seine Mobilität nimmt stetig zu. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sein Selbstbewusstsein wächst ordentlich.

Dir als Mutter oder Vater wird mit einem 20 Monate alten Kleinkind auf jeden Fall nicht langweilig werden. Die Stimmungen deines Kindes wechseln sich plötzlich ständig. Hat dein Kind gerade noch mit dir gelacht? Die Freude kann im 20. Monat schnell durch Wut oder Trotz ersetzt werden. Genauso schnell, wie gemotzt wird, wird dann aber auch wieder gelacht.

Die Entwicklung deines Kindes im 20. Monat

Die Entwicklung deines 20 Monate alten Kindes

Halte mal kurz inne und erinnere dich zurück. Dein Kind ist inzwischen 20 Monate alt. Ist es nicht verrückt, wie schnell die Zeit rumging? Schließlich hattest du doch gerade erst gestern ein Neugeborenes in deinen Armen liegen.

Dein Kind wird nach und nach immer mehr selbstbewusster. Es möchte nun immer mehr Dinge alleine und ohne deine Hilfe meistern. Inzwischen trotzt dein kleiner Schatz nur so vor Selbstbewusstsein. Das kannst du auch daran merken, dass es sich jetzt langsam auf Bildern und im Spiegel erkennt. Beim Spielen wird es jetzt auch immer fantasievoller. Dein Kind erschafft seine eigene kleine Welt um sich herum.

Von Sandkuchen bis hin zum Spieltelefon – dein Kind kann jetzt mit seiner Fantasie aus ein paar kleinen unscheinbaren Steinchen einen Schatz zaubern. Die Hausarbeit kann sich auch in Spielzeit verwandeln.

Lass deinen kleinen Helfer mithelfen, indem du ihm einige Löffel zum Einräumen in die Spülmaschine gibst oder ihn beim Wäscheaufhängen helfen lässt.

Überhaupt liebt es dein Kind jetzt Sachen zu sortieren und hin und herzutragen. Manchmal fühlt es sich so an, als ob dein Kleinkind jeden Tag ein neues Wort in seinen Wortschatz aufnimmt, und oft sind viel Wörter gerade für Außenstehende nicht verständlich.

Oft benutzen Kleinkinder in diesem Alter aber auch noch Körpersprache wie beispielsweise Kopfschütteln oder Nicken, um sich auszudrücken. Auch jetzt ist es für die Sprachentwicklung deines Kindes noch wichtig, dass du die Sachen, die du machst und siehst mit Worten beschreibst.

Die emotionale Entwicklung deines Kindes

Jeder Tag ist anders. Das gilt auch für die Launen deines Nachwuchses. An manchen Tagen ist es vielleicht sehr emotional und wütend, an anderen Tagen super gelaunt. Lobe dein Kleinkind deshalb immer dann, wenn es etwas gut macht. Positives Feedback ist wichtig für die Entwicklung deines Kleinkindes. Nur so lernt es neue Dinge und kann sein Verhalten einschätzen.

Du kannst dein Kleinkind übrigens nicht zu viel loben. Die positive Aufmerksamkeit ist notwendig für die Entwicklung. Worte eignen sich genauso gut für ein Lob wie auch körperliche Zuneigung. Umarme dein Kind, wenn es etwas toll gemacht hat. Es weiß dadurch, dass du stolz auf es bist und fühlt sich dadurch bestätigt.

Wut oder Trotz kann bei Kindern oft zum Vorschein kommen, wenn sie zu viel Energie haben. Gehe mit deinem Kleinkind an die frische Luft und lasse es sich austoben. Gebe ihm die Möglichkeit überschüssige Energie loszuwerden. Wenn dein Kind ausgeglichen ist, werden die Wutausbrüche deutlich weniger.

Die geistige Entwicklung deines Kindes

Dein kleiner Schatz entwickelt sich stetig weiter. Jeden Tag lernt es neue aufregende Dinge und liebt es neue Dinge zu erforschen. Sich ausprobieren zu können, gehört zur kindlichen Entwicklung dazu und sollte auf keinen Fall unterbunden werden. Lasse deinem Kleinkind seinen benötigten Freiraum. Du wirst erstaunt sein, was dein Kleinkind inzwischen schon alles kann und was es von allein herausfindet.

Es testet neue Gegenstände aus und findet dadurch heraus wie etwas funktioniert. Spezielles Spielzeug bei dem dein Kleinkind herausfinden kann wie ein Bauklotz durch eine Öffnung passt, ist für den 20. Monat hervorragend geeignet. Du wirst erstaunt sein wie schnell dein Kleinkind lernt und Fortschritte macht.

Lasse deinem Kleinkind die benötigte Freiheit und helfe ihm nur, wenn es nach deiner Hilfe fragt. Es möchte sich selbst entdecken und Dinge selbstständig herausfinden.

Im 20. Monat sind Bilderbücher sehr beliebt. Lese deshalb regelmäßig mit deinem Kleinkind. Ein Buch zusammenzulesen kann auch ein schönes Ritual sein, das ihr gemeinsam jeden Tag stattfinden lassen könnt. Lasse dein Kind bestimmte Personen, Gegenstände oder Tiere im Buch benennen. Das gemeinsame Lesen hat dadurch auch noch einen Lernerfolg. Auf spielerische Art und Weise kann dein Kind somit seinen Horizont erweitern.

Gestalte das Ritual interaktiv. Wenn du zum Beispiel eine Geschichte über einen kleinen Hund vorliest, frage dein Kleinkind zwischendurch immer wieder, wo der Hund ist. Es wird dann begeistert auf den Hund zeigen. Alternativ kannst du auf bestimmte Gegenstände im Buch zeigen und dein Kleinkind fragen, worauf du gerade zeigst. Viele Kinder lernen dadurch neue Wörter. Sei nicht überrascht, wenn du auf den Hund zeigst und dein Kleinkind mit dem Wort Hund antwortet.

Der Wortschatz deines Kleinkindes nimmt täglich zu. Achte deshalb unbedingt darauf welche Wörter du im Umfeld deines Kindes benutzt. Gerade die Wörter, die Kinder nicht lernen sollten, merken sie sich meistens am schnellsten. Sei deshalb vorsichtig mit Schimpfwörtern. Spreche diese am besten nicht vor deinem Kleinkind aus. Du wirst ansonsten eventuell eine böse Überraschung erleben, wenn dein Kleinkind freudestrahlend das Wort wiederholt.

Gut oder schlecht?

Im 20. Monat lernt dein Kleinkind seine Handlungen als gut oder schlecht einzuordnen. Hat es richtig oder falsch gehandelt? Es kann zwar inzwischen vage abschätzen was erlaubt ist und was nicht, aber die Konsequenzen aus seinem Handeln sind ihm nach wie vor nicht bewusst. Das gilt vor allem für brenzlige Situationen, in denen sich dein Kleinkind ernsthaft verletzten könnte.

Dein Kleinkind kennt die Bedeutung von Gefahr bisher nicht und tastet sich an alles mutig heran. Achte deshalb besonders genau auf deinen kleinen Schatz. Du kannst ihm erklären, dass etwas gefährlich ist. Nur die wenigsten Kinder verstehen die Erklärung in dem Alter. Viel besser ist es deshalb dein Kind abzulenken. Wenn dir auffällt, dass es sich einer Gefahrensituation nähert, lenke es in eine andere Richtung oder biete ihm eine Alternative.

Mit 20 Monaten ist dein Kleinkind sehr neugierig. Es wird sich deshalb leicht ablenken lassen, da viele Dinge großes Interesse wecken. Greift dein Kleinkind zum Beispiel nach dem Küchenmesser, lenke es zum Beispiel mit dem Schlüssel oder einem Spielzeug ab. Dein Kleinkind wird davon genauso begeistert sein und ist dabei keiner Gefahr ausgesetzt.

Es ist deine Aufgabe deinem Kleinkind beizubringen was gefährlich ist und was nicht. Bis es das selbst raus hat, kann einige Monate andauern. Setze deinem Kleinkind Grenzen und sei dabei konsequent. Nur durch Konsequenz kann es bestimmte Dinge lernen. Wichtig ist dabei auch, dass beide Elternteile an einem Strang ziehen. Dein Kleinkind wird Gefahren nicht abschätzen können, wenn ein Elternteil manche Dinge erlaubt und das andere Elternteil Dinge verbietet. Sprecht euch als Eltern deshalb unbedingt ab und seid euch einig.

Angst vor Trennung

Hat dein Kind in den letzten Monaten große Trennungsangst verspürt? Diese Zeit kann jetzt langsam nachlassen. Es kann zwar nach wie vor Vorkommen, dass dein Kleinkind hin und wieder Angst verspürt, die große Angst vor der Trennung wird allerdings nachlassen. Dein Kind wird nach und nach mutiger und kann inzwischen auch mal kurz alleine in einem Raum bleiben.

Wundere dich aber nicht, wenn dein Kleinkind traurig ist, wenn ein Elternteil das Zuhause verlässt. Es kann noch nicht einschätzen warum die Familie nicht permanent zusammen ist. Das bedeutet aber nicht, dass dein Kind Mutter oder Vater bevorzugt. Es fühlt sich nur am wohlsten, wenn alle Familienmitglieder beisammen sind.

Stelle dich auf die Bedürfnisse deines kleinen Schatzes ein. Bei manchen Kindern kann die Trennungsangst auch etwas länger als bis zum 20. Monat andauern. Jedes Kleinkind entwickelt sich unterschiedlich und jedes Kleinkind hat eine andere Persönlichkeit. Es ist deshalb ganz normal, dass manche Kinder ängstlicher sind als andere.

Für dich als Mutter oder Vater können die Trennungsängste deines Kindes sehr herausfordernd sein. Denke daran, dass auch diese Zeit vorbeigehen wird. Selbst wenn dich die Trennungsangst deines Kindes oft an deine persönlichen Grenzen bringt: sei nicht zu streng mit ihm. Die Angst ist teil seiner Entwicklung. Dein Kleinkind kann also nichts dazu, dass es so fühlt. Manchen Kindern fällt die Trennung zudem einfacher als anderen.

Stelle dich auf dein Kleinkind ein und versuche es zu beruhigen, wenn es ängstlich ist. Manchen Kindern hilft es, wenn sie öfter in den Arm genommen werden. Das gibt ihnen das Gefühl von Sicherheit und signalisiert ihnen, dass sie nicht alleine sind. Vergleiche dein Kind jedoch nicht mit anderen Kindern.

Spielerische Förderung ab 20 Monaten

Spielerische Förderung deines 20 Monate alten Kindes

Buntstifte, Klötze und Mitmachlieder sind Aktivitäten, die deinem Kind jetzt Spaß machen!

Spielideen ab dem 20. Monat

Unterhaltsame Aktivitäten, Spiele und Spielzeug für 20 Monate alte Kinder sind:

  • Mit Buntstiften Malen: Kreuz und quer übers Papier und Hauptsache bunt. Mama siehst du nicht, dass das ein Hund ist? Dein Kind kann wahrscheinlich noch nicht sehr detailliert malen, aber die Freude daran ist doch immer noch das wichtigste … denn auch die großen Künstler haben mal ganz klein angefangen!
  • Kopf Schulter Knie und Fuß: Dein Kind kann jetzt wahrscheinlich bei solchen Bewegungsliedern schon richtig mitmachen und weiß auch schon, wo die im Lied genannten Körperteile sind.
  • Bauklötze: Nach wie vor sind Bauklötze ein toller Zeitvertreib. Die Türme werden immer höher. Auch Häuser oder andere Sachen werden jetzt fleißig und fantasievoll zusammengebaut.

Eine Frage zum Thema Essen, die viel Eltern von 20 Monate alten Kinder gestellt haben:

Wie viel sollte mein 20 Monate altes Kind essen?

Ganz bestimmte Mengenangaben machen hier keinen Sinn. Kinder essen unterschiedlich viel und unterschiedlich oft. In diesem Alter können Kinder auch schon so ziemlich alles am Familientisch mitessen.

Einige Schleckermäulchen probieren alles, andre haben jetzt amüsante Abneigungen entwickelt und wollen plötzlich nicht rotes mehr essen. Das ist meistens nur eine Phase und legt sich am schnellsten wieder, wenn dem ganzen nicht zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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Wir raten grundsätzlich dazu auf das eigene und vor allem auf das Bauchgefühl des Kindes zu vertrauen. Biete ihm immer mal wieder neues zum Probieren an. Solange es eine gesunde Mischung verschiedener Dinge isst, musst du dir keine Sorgen machen.

Auch kleine Portionen sind in diesem Alter ganz normal. Mehrere kleine Zwischenmahlzeiten am Tag machen das wieder wett.

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