Baby 22 Monate - das solltest Du wissen

Baby 22 Monate - das solltest Du wissen

Dein Kind ist 22 Monate alt!

Im Universum deines Kindes dreht sich alles – um es selbst.

Kinder in diesem Alter sind bekanntlicher Weise nicht besonders angetan von Teilen und mit anderen Abwechseln. Im Gegenteil, oftmals sind sie geradezu unhöflich. Aber keine Sorge, wenn du ihnen ein gutes Vorbild bist, wachsen sie in ein paar Jahren zumindest teilweise aus diesem kleinkindlich egoistischen Verhalten raus.

Langsam fangen sie auch an, mit andern Kindern zu spielen, anstatt nur nebeneinander her. Klar wird sich um fast jeden Bauklotz gestritten, aber ab und zu wird doch schön und friedlich miteinander gespielt. Auch die ersten Freundschaften werden jetzt schon geknüpft.

Wenn dein Kind andere Kinder beim Spielen haut oder kratzt, etwas was in diesem Alter noch oft vorkommt, ist das auch ganz normales Verhalten. Laut Schimpfen bringt hier noch nichts, weil dein Kind einfach noch lernen muss, wie die Welt und das Miteinander mit anderen funktionieren.

Probiere schlechtes Benehmen nicht mit einer extra Portion Aufmerksamkeit zu belohnen. Zeige und sage deinem Kind am besten einfach und klar formuliert, dass man so etwas nicht tut, weil es dem anderen Kind weh tut, und probiere die Situation ruhig zu entschärfen.

Dein Kleinkind strotzt inzwischen nur so vor Energie. Es ist neugierig und inzwischen sehr willensstark. Es zeigt dir ganz klar was es möchte und was nicht. Das kann dich teilweise ganz schön auf die Probe stellen. Gönne dir deshalb immer mal wieder eine kurze Verschnaufpause.

Die Entwicklung deines Kindes im 22. Monat

Die Entwicklung deines Kindes mit 22 Monaten

Dein Kleinkind hat mittlerweile einige neue Fähigkeiten auf dem Lager, die es natürlich auch zu jeder Gelegenheit ausprobieren und üben möchte – rennen, klettern, Kleinteile aufheben, Türen öffnen usw.

Aber was es noch nicht hat, ist ein klares Gefühl für die gefahren, denen es dabei ausgesetzt sein könnte. Deshalb sollte man sie nie zu lange aus den Augen lassen.

Wahrscheinlich kommt dein Kind jetzt schon an alle Türgriffe im Haus und weiß wie man Türen öffnet.

Jeder Raum wird erkundet und interessante Gegenstände werden mitgenommen und ausprobiert. Pass also auf, wo du deine Kugelschreiber und Marker liegen lässt. Dein kleiner Künstler wird sonst vielleicht nicht nur das Papier, sondern auch Hände, Möbel und sich selber damit bemalen.

Dein Schatz wird seinen Wortschatz in den nächsten Monaten stetig weiter ausbauen und kann auch etwas komplexer Anweisungen verstehen und ausführen. Auch wirst du jetzt oder in naher Zukunft die ersten 2-Wortsätze zu hören bekommen.

Jedes Kind hat ein unterschiedliches Entwicklungstempo. Das Gleiche gilt für Entwicklungsschübe. Vergleiche dein Kind nicht mit anderen Kindern. Sei gespannt darauf, was dein Kind als Nächstes lernt anstelle dir den Kopf darüber zu zerbrechen, was es noch nicht kann, andere Kinder aber vielleicht schon können. Dein 22. Monate altes Kind gedeiht prächtig.

Sprechen lernen

Mit 22 Monaten versteht dein Kind bereits einiges mehr als dir eventuell bewusst ist. Passe deshalb unbedingt auf, welche Wörter du vor deinem Kind benutzt. Du wirst immer wieder feststellen, dass dein kleiner Schatz Wörter wiederholt, die es aus deinen Gesprächen aufgeschnappt hat. Der Wortschatz deines Kindes nimmt täglich zu. Es ist dabei sehr wissbegierig und möchte seine neu gelernten Worte immer wieder ausprobieren.

Neben dem Wortschatz lernt dein Kleinkind mit 22. Monaten eine komplexere Sprache. Auf einmal kann dein Kind einfache Sätze bilden. Du wirst immer wieder erstaunt von deinem kleinen Schatz sein. Freue dich mit ihm und signalisiere ihm, dass du stolz bist. Die elterliche Zustimmung spornt die meisten Kinder zusätzlich an. Es gibt ihnen außerdem ein gutes Gefühl. Die Eltern-Kind-Beziehung wird dadurch gestärkt.

Dein Kind kann inzwischen mehr verstehen als sprechen. Wenn du dein Kind zum Beispiel um etwas bittest, kann es gut sein, dass es dies ausführt. Frage es zum Beispiel, ob es sich mit dir an den Tisch setzen will oder ihr gemeinsam sein Lieblingsbuch lesen möchtet. Die Antwort darauf müssen keine Worte sein, sondern vielleicht entdeckt du wie dein Kind das Buch zur Hand nimmt und dir überreicht.

Es ist übrigens ganz normal, dass sich dein Kleinkind im 22. Monat selbst entdecken will. Wundere dich nicht, wenn es immer wieder versucht den Ton anzugeben. Es möchte seine Grenzen austesten.

Die Neugier wächst

Umso älter dein Kind wird, um so mutiger wird es. Sein Bewegungsdrang wird immer größer und dein kleiner Schatz ist manchmal gar nicht mehr zu stoppen. Je nachdem wie lange dein Kind bereits läuft, kann es sein, dass du im 22. Monat feststellst, dass es inzwischen schon sehr selbstbewusst unterwegs ist. Seine Schritte sind nicht mehr watschelnd, sondern ähneln inzwischen viel mehr denen eines Erwachsenen.

Im 22. Monat trainiert dein Kind außerdem seine Balance. Du wirst es immer wieder dabei ertappen, wie es sich versucht auf die Zehenspitzen zu stellen. Manchmal klappt das bereits einwandfrei, manchmal nicht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lasse dein Kind sich selbst ausprobieren. Selbst wenn es mal hinfällt: Es wird wieder aufstehen und weiter üben.

Falls du zerbrechliche Gegenstände nicht sowieso schon außer der Reichweite deines Kindes entfernt hast, tue es spätestens jetzt. Die Neugierde deines Schatzes steigt tagtäglich. Sei ihm deshalb nicht böse, wenn es nach etwas greift, das nicht für seine kleinen Hände bestimmt war. Sorge besser vor. Für dein Baby ist alles Neuland. Es möchte alles erkunden und kennenlernen. Es weiß noch nicht, ob etwas zerbricht, wenn es runterfällt.

Sicherheit geht vor

Dein Kind ist außerdem einzigartig. Kein anderes Baby ähnelt deinem. Sei deshalb nicht zu streng mit ihm und lasse es sich ausprobieren. Wenn dabei mal etwas zu Bruch geht, ist es kein Weltuntergang. Die Sicherheit deines Kindes sollte jedoch zu jeder Zeit Priorität haben.

Mit 22. Monaten entdecken viele Kinder ihre ganz eigene Mobilität. Dein Kleinkind möchte seine Umwelt nun noch intensiver kennenlernen. Es versteht jedoch die Konsequenzen seiner Handlungen noch nicht. Behalte deinen kleinen Entdecker deshalb zu jeder Zeit im Auge. Es ist wichtig, dass du eingreifen kannst, wenn sich dein Baby einer Gefahrenquelle nähert. Die Neugierde deines Kindes ist so groß, dass es sich vor nichts fürchtet. Kinder mit 22 Monaten kennen außerdem noch nicht die Bedeutung von Angst oder Gefahr.

Erkläre deinem Kind deshalb, warum es zum Beispiel nicht auf die heiße Herdplatte greifen soll. Versuche deine Erklärung dabei möglichst einfach zu halten. Erkläre deinem Kleinkind, dass die Herdplatte heiß ist. Wundere dich nicht, wenn dein Kind mit einem Warum antwortet.

Die Warum-Frage ist typisch für Kleinkinder und wird dich als Elternteil auch noch eine Weile begleiten. Dein Kind meint diese Antwort nicht böse, sondern ist tatsächlich an dem Warum interessiert. Bleibe bei deinen Antworten geduldig. Selbst wenn es das 10. mal ist, dass dich dein Kind an dem Tag fragt. Es ist wissbegierig und möchte seine Umwelt kennenlernen, aber vor allem verstehen. Die Hauptquelle für die Fragen deines Kindes bist du als Mutter oder Vater. Du bist sein großes Vorbild und weist in seinen Augen alles. Versuche deshalb doch mal die Frage nach dem Warum als Kompliment an dich zu sehen.

Spielerische Förderung ab 22 Monaten

Spielerische Förderung mit deinem Kind ab 21 Monaten

Zeit der Kreativität freien Lauf zu lassen. Wie wäre es mit einer Hausband oder holt die Malkittel und Pinsel raus und dann nichts wie los!

Spielideen ab dem 22. Monat

Unterhaltsame Aktivitäten, Spiele und Spielzeug für 22 Monate alte Kinder sind:

  • Musikinstrumente: Von Xylophon über Trommeln bis hin zu Flöten – Für Kinder gilt, Hauptsache es macht Lärm und schon ist der Spaß vorprogrammiert.
  • Bücher vorlesen: Mittlerweile können die Kleinen auch schon 1-2 kurze Bücher nacheinander anhören, ohne zwischendurch aufzustehen und abgelenkt zu werden.
  • Mit Wasserfarben malen: Ausgestattet mit Malkittel oder einem alten T-Shirt von Papa kann es losgehen. Es wird sicherlich viel daneben gekleckst aber die Hauptsache ist doch, dass es bunt wird und allen Beteiligten Freude bereitet.

Fragen die Eltern von 22 Monate alten Kindern zum Thema Beißen hatten:

Warum beißen Kleinkinder?

Oftmals fängt das Beißen dann an, wenn dein Kleinkind in die Krippe kommt oder zur Tagesmutter geht. Der Umgang mit anderen gleichaltrigen Kindern ist noch ungewohnt und besonders, wenn sich Kinder in diesem Alter eingeengt oder bedrängt fühlen, beißen sie schnell mal zu.

Darüber hinaus können Bedürfnisse wie z. B. Hunger, Müdigkeit zu Unzufriedenheit und Beißen führen. Insbesondere dann, wenn Kinder frustriert sind oder ihren Ärger ausdrücken wollen, es aber sprachlich noch nicht können, verleihen sie ihrem Frust durch Beißen Ausdruck.

Wie kann man das Beißen stoppen?

Beim Beißen ist es wichtig, sich unmittelbar nach dem Auftreten mit dem Verhalten zu befassen. Versuche beim nächsten Beißen deines Kindes die folgenden Schritte zu befolgen:

Schritt 1: Sag deinem Kleinkind in einem ruhig und ernst Ton „kein Beißen!“ oder „beißen tut weh!“ Vermeide lange Erklärungen, bis dein Kind alt genug ist, um es zu verstehen. Je ruhiger du bleibst, desto schneller kannst du die Situation lösen.

Schritt 2: Tröste das Opfer. Richten deine Aufmerksamkeit auf die Person, die gebissen wurde, insbesondere wenn es sich um ein anderes Kleinkind handelt.

Schritt 3: Tröste jetzt auch den Beißer, falls nötig. Oft merken Kleinkinder nicht, dass das Beißen weh tut. Es ist in Ordnung, ein Kind zu trösten, das weint, weil es jemandem wehgetan hat. Wenn das Beißen jedoch benutzt wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sollte dies nicht durch Zuwendung verstärkt werden.

Schritt 4: Biete eine Alternative an. Nachdem sich alle beruhigt haben, kannst du eine Alternative zum Beißen vorschlagen, z. B. die Wörter „Nein“, „Stopp“ und „Das ist meins“, so lernt das Kleinkind, dass es mit anderen auch durch das Benutzen von Wörtern kommunizieren kann.

Schritt 5: Ablenkung wirkt bei Kindern in diesem Alter Wunder. Wenn die Emotionen kochen oder Langeweile aufkommt, kann die Situation auch schon durch positivere Aktivitäten wie Tanzen, Geschichten erzählen oder Malen entschärft werden.

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