Baby schnarcht (nachts) im Schlaf

Baby schnarcht (nachts) im Schlaf

Baby schnarcht im Schlaf – ist das normal?

Wenn der Papa schnarcht, ist es einfach nur nervig. Wenn dein Baby schnarcht, dann klingt es zunächst vielleicht ganz süß, vielleicht machst du auch noch ein Video davon, aber irgendwann fühlt es sich nur noch beunruhigend an und du fragst dich: Ist das nächtliche Schnarchen bei meinem Baby noch normal?

Andere Babys schlafen super, nur deins nicht, weil es schnarcht

Irgendwie scheint es so, als schlafe jedes Baby in deinem Umfällt super gut. Die Mamas, die du im Rückbildungskurs kennengelernt hast, sind immer topfit. Meistern ihren Alltag mit Kind mit Bravour und finden sogar noch Zeit, um zum Yoga zu gehen. Und die Kleinen? Die sind immer gut gelaunt. Vielleicht unterhalten sie sich auch noch auf dem Spielplatz darüber, was für eine tolle Zeit sie haben und wie erholt sie sind oder noch eine Stufe höher: sie posten es auf Social Media und teilen es mit der ganzen Welt.

Ihre Freude ist ja auch total verständlich, aber dennoch siehst du daneben wie ein Häufchen Elend aus, denn bei dir ist das alles irgendwie anders. Dein Baby schnarcht und grunzt im Schlaf. Seit Wochen bekommt weder dein Baby noch du ausreichend Schlaf und das drückt mächtig aufs Gemüt. Yoga? Dafür fehlt dir ganz klar die Zeit und Energie!

Was du aber kaum irgendwo liest oder siehst: Babyschnarchen ist häufig nur ein Teil des frühen Wachstums und erlebt beinahe jedes Kind einmal in seiner Laufbahn. Du bist also keinesfalls allein.

Warum Babys schnarchen

baby schnarcht im schlaf bild 1

Trotzdem macht man sich als Mutter und auch Vater große Sorgen, die aber in den meisten Fällen völlig unbegründet sind.

Aufgrund der engen und sehr weichen Atemwege der Babys kann es schnell passieren, dass dein Baby anfängt zu schnarchen. Die Vibration des weichen Gewebes im Luftstrom verursacht das Schnarchen. Auch Trockenheit und Schleim können zu schnarchenden Geräuschen führen.

Außerdem geht nicht selten ein leises Röcheln einher, dass durch die noch nicht vollständig ausgebildete Schleimhautfalte im Rachen entstehen kann. Auch eine verstopfte Nase oder ein Schnupfen können Auslöser für ein schnarchendes und röchelndes Baby sein.

Beides kann ganz plötzlich und unerwartet passieren und die Eltern aus dem Schlaf wecken.

Auswirkungen von zu wenig Schlaf beim Baby

Die tägliche Schlafdauer von Babys ändert sich ständig – das kennst du bestimmt. Mal schläft dein Baby die ganze Nacht durch, dann ist es hellwach und die nächste Nacht wieder mindestens dreimal putzmunter.

Während neugeborene 16 bis 18 Stunden am Tag schlafen, schlafen Babys im Alter von sechs Monaten nur noch bis zu 14 Stunden täglich. Natürlich ist das von Kind zu Kind unterschiedlich, aber Fakt ist, dass die Kleinen durchschnittlich noch viel mehr Schlaf benötigen, als wir Erwachsenen es tun.

Noch befinden sie sich in einer Phase, in der sie jeden Tag dazulernen. Man kann auch sagen, dass sich ihre Welt in dem ersten Lebensjahr um 360 Grad dreht. Jeden Tag passieren neue spannende Dinge und die müssen irgendwie verarbeitet werden. Dazu braucht es viel Schlaf, der am besten noch ausreichend und erholsam sein sollte.

Wenn dein Baby nämlich schnarcht und Probleme bei der Atmung hat, kann sich das negativ auf das Schlafverhalten und damit auch auf die körperliche und seelische Verfassung auswirken. Vielleicht konntest du das bei deinem Baby sogar schon beobachten.

Viele Quengeleien und Unruhe stehen an der Tagesordnung und zudem können die Kinder an Appetit verlieren, wenn sie nicht ausreichend Schlaf bekommen. Nicht zuletzt kann dies auch die geistige Entwicklung beeinträchtigen und dazu führen, dass das Baby in manchen Bereich kleinere Fortschritte macht als andere.

Dein Kind schnarcht, was hilft

Wenn dein Baby schnarcht und die Atemwege blockiert sind, gibt es eine Reihe von Dingen, die du tun kannst, um ihm und dir eine erholsame Nacht zu bescheren:

  1. Erhöhe die Schlafposition: Am besten legst du ein Keilkissen oder ein ähnlich hohes Kissen unter das Köpfchen deines Babys, damit das Nasensekret besser ablaufen kann und es so die Möglichkeit hat, besser zu atmen.
  2. Luftfeuchtigkeit erhöhen: Durch die Heizungsluft ist die Luft im Schlafzimmer häufig sehr trocken und Kinder schnarchen. Um Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, sollten feuchte Tücher in der Nähe des Bettes aufgehangen werden und nach Möglichkeit mit offenem Fenster geschlafen werden.
  3. Nasensauger: Um das Sekret aus der Nase zu entfernen, eignet sich ebenfalls ein Nasensauger. Hier gibt es sowohl manuelle als auch automatische Saugkonstellationen. Am besten lässt man sich in einem Babyfachmarkt beraten.
  4. Rituale und Ruhe: Wenn das Baby unter Schnarchen leidet und die Atmung schwerfällig ist, ist es besonders wichtig, das Baby auf das zu Bett gehen vorzubereiten, damit es nichts Negatives damit verbindet. Hier helfen feste Rituale, das gemeinsame schlafen gehen mit den Eltern oder eine ausgiebige Kuscheleinheit vor dem Schlummern. Wichtig ist, dass man dem Baby immer und rund um die Uhr das Gefühl gibt, da zu sein.

Wann Schnarchen gefährlich sein kann und du einen Arzt aufsuchen solltest

Auch wenn bei vielen Kindern das Schnarchen eine vorübergehende Erscheinung ist und mit zunehmenden Alter abnimmt, solltest du das Schnarchen deines Kindes stets unter Beobachtung haben. Denn sollten Schnarchen, Grunzen, Röcheln und andere ähnliche Geräusche dauerhaft anhalten, gilt es zu handeln und einen Arzt aufzusuchen.

Im Zweifel haben die anfangs niedlichen Grunzgeräusche Folgen für Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Oftmals entsteht auch eine Blockade der oberen Atemwege, durch eine vergrößerte Rachenmandel (Polypen).

Für die Gesundheit spielen Mandeln allerdings eine wichtige Rolle, denn sie erkennen und wehren Krankheitserreger ab. Bei diesem Vorgang können sie sich entzünden, anschwellen und so groß werden, dass sie die Atmung beeinträchtigen und das Kind beginnt zu schnarchen.

Neben dem Schnarchen sind eine nasale Sprache, eine überwiegende Mundatmung sowie Infekte des Bronchialsystems und häufige Entzündungen der Nasenschleimhaut oder der Nasennebenhöhlen, Anzeichen für vergrößerte Mandeln.

In solch einem Fall lässt sich das Schnarchen nur durch Abschaben oder Entfernen der Polypen beheben. Dieser Eingriff ist jedoch völlig unbedenklich und unkompliziert.

Wenn dein Kind jedoch lauter und unregelmäßiger schnarcht, solltest du dies jedoch umgehend vom Kinderarzt abklären lassen. Ebenso bei den folgenden Symptomen:

  • Tagesmüdigkeit und Unkonzentriertheit
  • nächtliches starkes Schwitzen
  • Wachstumsstörungen und Untergewicht
  • Kopfschmerzen
  • Angst vor dem zu Bett gehen
  • Atemaussetzer, die mehrere Sekunden anhalten

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