Baby zuckt im Schlaf – Training der motorischen Fähigkeiten

Baby zuckt im Schlaf – Training der motorischen Fähigkeiten

Was gibt es Süßeres als ein zufriedenes, schlafendes Baby, dass eingekuschelt in seinem Bettchen liegt, die Arme und Beine in alle Richtungen ausstreckt oder ganz zusammengerollt daliegt. Aber Moment mal: War da nicht eben ein Zucken? Und da noch eins? Träumt es? Ist das normal?

Zucken im Schlaf ist ganz normal

bild 1 baby zuckt im schlaf

Kaum sind die kleinen müden Äuglein nach einem langen Spaziergang an der frischen Luft oder einer wilden Spielerei im Kinderzimmer geschlossen, fängt dein Baby an, mit Armen und Beinen ganz zu zucken.

Es sieht fast so aus, als ob es träumt, doch hört das Zucken, manchmal auch ein Zittern, gar nicht auf und setzt immer wider und wieder ein. Müsste dein Baby nicht jetzt total müde sein, nach so vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken? Warum macht es noch diese Bewegungen, die dann doch irgendwie sehr anstrengend aussehen? Gibt es für euch als Eltern einen Grund zur Sorge? Nein!

Für uns Eltern sieht dieses Schauspiel zunächst ein bisschen befremdlich, vielleicht auch besorgniserregend aus, doch ist das Zucken beim Baby im Schlaf üblich und kann fast bei jedem Säugling beobachtet werden.

Warum zuckt mein Baby im Schlaf?

Das Baby zuckt im Schlaf, weil es seine Gliedermaßen erforscht und neue Bewegungen ausprobiert. Manchmal träumt es auch nur oder hat einen Moro-Reflex, der völlig normal ist.

Wann hört mein Baby auf zu zucken?

In den ersten Lebensmonaten zucken Babys recht häufig im Schlaf, weil es laut Forschern Teil ihrer Entwicklung ist. Mit zunehmendem Alter lassen die Zuckungen im Schlaf nach.

Ist das Zucken beim Baby gefährlich?

In sehr seltenen Fällen kann eine Epilepsie vorliegen, wenn das Baby zittert oder das Baby zuckt. Dabei verkrampft das Baby auch einzelne Körperteile. Solche Beobachtungen sollten umgehend mit dem Arzt abgeklärt werden.

Warum Menschen beim Schlafen zucken

Vielleicht kennst du es ja von dir selber, aber nur die wenigsten Menschen wachen morgens in derselben Position auf, in der sie abends eingeschlafen sind. Der Mensch hat in der Nacht viele Dinge zu verarbeiten – Eindrücke, Erlebnisse, Informationen, Bekanntschaften, Herausforderungen, Probleme und vieles mehr. Und das fängt schon bei den Kleinsten an, die jeden Tag so viel Neues erlernen, dass es fast schon ein Wunder wäre, würden sie seelenruhig, ohne ein einziges Zucken, Zittern oder Strampeln schlafen.

Auch wenn der Körper sich eine ordentliche Portion Erholung gönnt, arbeitet unser Gehirn weiterhin auf Hochtouren. Was genau im Gehirn passiert, wenn wir schlafen und träumen, konnte bislang nicht erforscht werden, doch fest steht: Zucken und Bewegungen im Schlaf sind völlig normal.

Was die Zuckungen beim Baby bedeuten

Beim Baby haben Zuckungen allerdings nochmal eine etwas andere Bedeutung. Wenn du deinen kleinen Schatz mal ein bisschen beobachtest, wenn er schläft, wirst du vielleicht sehen, wie er ganz vorsichtig im Schlaf versucht nach etwas zu greifen und verschiedene Körperteile bewegt. Hin und wieder dann auch mal zuckt. Häufig sind es Beine, Arme, Handgelenke und Finger, aber auch der Kopf, der immer mal wieder hin und her bewegt wird. Sieht ziemlich niedlich aus, oder?

Laut neusten Forschungsergebnissen passiert all das beim Baby nicht nur wegen seiner Träume. Vielmehr erforscht es seine Gliedermaßen und probiert sich an neuen Bewegungen aus.

Wenn du ganz genau hinsiehst und dein Baby beobachtest, kannst du vielleicht sogar schon erkennen, welche motorischen Reflexe und Fähigkeiten dein Baby als Nächstes lernt. Vielleicht kann es bald schon seinen Fuß in den Mund stecken oder nach Dingen, wie seinen Spielsachen, greifen.

Wie die Wissenschaft über das Zucken des Babys denkt

Diese Beobachtungen sind für Wissenschaftler natürlich sehr interessant. So konnten sie zum Beispiel feststellen, dass Säuglinge, die im Schlaf ihre Handgelenke und Finger hin und her bewegten, kurze Zeit später anfingen, nach Gegenständen zu greifen. Wahnsinn, oder?

Für die Forscher ist das interessant, weil so eine ganz neue Definition erschlossen werden kann, wie Menschen womöglich neue Dinge erlernen: indem sie schlafen, zucken und sich dabei bewegen.

Die wissenschaftliche Erkenntnis bringt aber noch einen Vorteil mit sich: die Art und Intensität der Bewegungen könnten möglicherweise Aufschluss darüber geben, wie die Entwicklung des Babys verläuft. Entwickelt es sich dem Alter entsprechend? Gibt es mögliche Entwicklungsverzögerungen, weil es sich weniger intensiv wie andere Kinder bewegt?

Fragen, die eventuell schon frühzeitig beantwortet werden können, wenn das Baby im Schlaf beobachtet wird. Bisher gibt es allerdings noch keine Forschung zu diesem Thema. Ist aber sicherlich für die Zukunft sehr spannend.

Wann das Zucken möglicherweise gefährlich sein könnte

Wenn das Baby im Schlaf zuckt, sind viele Eltern oft sehr schnell besorgt. Oftmals wird gleich von Schmerzen, Verletzungen oder einem epileptischen Anfall gesprochen.

Grundsätzlich kann das Baby auch Schmerzen haben, doch würde es sich höchstwahrscheinlich auch mit einem Weinen und Schreien zu Wort melden. Genauso auch bei Verletzungen.

Epilepsie kann auch Babys betreffen, jedoch nur sehr selten. Die Erkrankung zeigt sich unter anderem durch Zuckungen, plötzliche Bewegungen und Krämpfe verschiedener Körperteile. Die Anfälle werden meist durch flackerndes Licht verursacht, können aber auch im Schlaf auftreten. Bei Babys aber wie gesagt nur sehr selten.

Eine Form der Epilepsie, die Babys in den ersten Lebensmonaten betreffen kann, ist das sogenannte West-Syndrom (BNS-Epilepsie). Die Zuckungen treten hierbei kurz vor dem Einschlafen oder kurze Zeit nach dem Aufwachen auf.

Wenn du das Gefühl hast, dein Kind könnte von Epilepsie betroffen sein, solltest du Kontakt zu eurem Kinderarzt halten, denn nur dieser kann die richtige Diagnose stellen und dir mit einer möglichen Therapie weiterhelfen.

Weitere Gründe für ein plötzliches Zucken im Schlaf beim Baby

Vielleicht hast du auch das schon mal bei deinem Baby beobachtet: Es schläft ganz friedlich, brabbelt vielleicht ein bisschen vor sich hin und ganz plötzlich zuckt es völlig unkontrolliert, schreckt auf, oft auch mit Händen und Beinen ausgestreckt und wacht auf.

Dieses Phänomen wird auch Moro-Reflex genannt und beschreibt den Vorgang, bei dem die Arme ruckartig gestreckt und die Finger gespreizt werden und dein kleiner Schatz oftmals aus dem Schlaf gerissen wird. Nicht selten fängt das Baby an zu weinen, weil es sich erschrocken und die Orientierung verloren hat.

Dieser Reflex ist allerdings völlig harmlos und neusten Forschungen nach möglicherweise sogar sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes.

Wenn dein Baby nicht zuckt

Nachdem du all das gelesen hast und dir jetzt vielleicht in die andere Richtung Gedanken machst, weil du dein Baby vielleicht bisher noch nicht beim Schlafen zucken gesehen hast: Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich doch bewegt und zuckt, ist sehr hoch, deshalb einfach mal ein paar Nächte lang dabei beobachten.

Und wenn dem nicht so ist, dann mach dir auch hier erst mal keine Sorgen und wenn du unsicher bist, sprich es beim nächsten Arztbesuch einfach mal an. Aber denkt immer daran: Jedes Kind ist individuell. So auch sein Schlafverhalten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch der Autismus. Menschen mit Autismus haben eine gestörte soziale und emotionale Entwicklung. Oft sind sie auch in ihren sensomotorischen Fähigkeiten eingeschränkt.

Nun liegt der Verdacht nahe, da Kinder ihre Sensomotorik möglicherweise im Schlaf trainieren, dass autistische Babys sich wenig bis gar nicht im Schlaf bewegen.

Dieses Phänomen ist bisher jedoch nicht ausreichend erforscht und jegliche Aussagen darüber haben bislang noch keinerlei Beweis.

Auch wenn das Zucken im Schlaf und plötzliche Bewegungen Eltern verunsichern können, ist dies ein ganz normales Phänomen, was bei fast jedem Baby beobachtet werden kann. Wenn dich das Zucken im Schlaf aber doch beunruhigt, informiere euren Kinderarzt, um sicherzugehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Warum zuckt mein Baby im Schlaf?

Das Baby zuckt im Schlaf, weil es seine Gliedermaßen erforscht und neue Bewegungen ausprobiert. Manchmal träumt es auch nur oder hat einen Moro-Reflex, der völlig normal ist.

Wann hört mein Baby auf zu zucken?

In den ersten Lebensmonaten zucken Babys recht häufig im Schlaf, weil es laut Forschern Teil ihrer Entwicklung ist. Mit zunehmendem Alter lassen die Zuckungen im Schlaf nach.

Ist das Zucken beim Baby gefährlich?

In sehr seltenen Fällen kann eine Epilepsie vorliegen, wenn das Baby zittert oder das Baby zuckt. Dabei verkrampft das Baby auch einzelne Körperteile. Solche Beobachtungen sollten umgehend mit dem Arzt abgeklärt werden.

← Retour au blog