Das Baby schläft nur auf dem Arm? – Hilfreiche Tipps und Tricks

Das Baby schläft nur auf dem Arm? – Hilfreiche Tipps und Tricks

Während der Schwangerschaft gewöhnt sich dein Kind an die Nähe zu dir. Viele Kinder haben deshalb vor allem am Anfang Probleme ohne die mütterliche Nähe einzuschlafen. Während der Schwangerschaft hat dein Nachwuchs dich im Bauch wahrgenommen und konnte sich deshalb immer sicher und geborgen fühlen.

Dieser Schutz fällt mit der Geburt weg. Das ist auch für dein Baby erst mal ein neues Gefühl, an das es sich anfänglich gewöhnen muss. Es gibt ein paar Tipps und Tricks, die dir helfen können, dass dein Nachwuchs lernt alleine einzuschlafen.

Das Schlafverhalten eines Säuglings

Die ersten Lebensmonate verbringt dein Baby die meiste Zeit schlafend. Es ist normal, dass Neugeborene bis zu 20 Stunden am Tag schlafen. Dein Nachwuchs wacht auf zum Essen und schläft direkt im Anschluss weiter. Dein Säugling kann sein Unwohlsein zudem nur Ausdrücken, in dem es weint. Wenn dein Baby weint, springt dein elterlicher Instinkt sofort an. Du möchtest natürlich herausfinden, was deinem Nachwuchs fehlt und wirst es auf den Arm nehmen, um es zu beruhigen.

In manchen Momenten möchte dein Kleinkind eventuell einfach nur die Nähe zu dir und weint deshalb. Nimmst du es dann heraus, stillst du sein Bedürfnis. Dein Kind wird sich beruhigen und schläft dann vielleicht sogar auf deinem Arm wieder ein. Die Gefahr ist nun groß, dass es sich daran gewöhnt und nur noch auf deinem Arm einschlafen möchte.

Achte deshalb unbedingt darauf wann du deinen Säugling rausnimmst. Es ist vollkommen okay, dein Baby erstmal in seinem Bettchen liegenzulassen um herauszufinden was ihm fehlt. Damit riskierst du nicht, dass du deinen Nachwuchs an das Hochnehmen gewöhnst. Dein Baby lernt dadurch schneller sich selbst zu beruhigen.

Lerne dein Baby zu verstehen. Das wird dir auf Dauer dabei helfen, dein Säugling wirklich nur dann hochzunehmen, wenn es nötig ist. Dein Nachwuchs lernt dadurch auch ohne deinen Körperkontakt einschlafen zu können.

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Sicherheit als Beruhigung

Im fünften Schwangerschaftsmonat ist dein Baby so weit entwickelt, dass es deine Stimme hören kann und Geräusche aus deiner Umwelt auch im Bauch wahr nehmen kann. Zudem ist dein Bauch immer genau richtig für dein Baby temperiert und der enge Raum führt dazu, dass sich dein Baby geborgen und sicher fühlt. Dein Säugling weiß nicht wie es sich anfühlt alleine zu sein.

Nach der Geburt wird dein Nachwuchs mit vielen neuen Eindrücken konfrontiert. Dein Nachwuchs kennt deinen Alltag noch nicht und muss erstmal in seine neue Welt hinein wachsen. Dein Baby ist außerdem auf dich angewiesen. Es kann sich noch nicht selbst versorgen und benötigt deshalb in allem deine Hilfe. Die Nähe zu dir beruhigt dein Baby deshalb. Sie vermittelt ihm ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dies ist vor allem für Babys ein extrem wichtiges Grundbedürfnis. Säuglinge haben noch nicht gelernt sich alleine zu beruhigen. Sie filtern alles aus ihrer Umgebung und müssen sich genau, wie du nach einem anstrengenden Tag entspannen.

Dein Kind hat in dem mütterlichen Bauch gelernt, sich durch deine Nähe zu entspannen. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, dass Kinder im ersten halben Jahr nach ihrer Geburt nur in Verbindung mit den Eltern zur Ruhe kommen. Gib deinem Baby die Körpernähe, die es fordert. Es benötigt die Nähe, um sich sicher zu fühlen. Nimm dein Kind hoch, drücke es, kuschle es und gebe ihm viel Liebe.

Achte jedoch darauf, das du dein Baby nicht daran gewöhnst nur mit deiner Nähe einschlafen zu können. Lege dein Baby zum Schlafen in sein eigenes Bettchen. Lasse es nicht zur Gewohnheit werden, dass dein Baby auf deinem Arm einschläft. Ein guter Trick ist es, deine Hand auf die Brust deines Säuglings zu legen, wenn es in seinem Bett liegt. Du gibst deinem Baby damit die benötigte Nähe, hältst aber genug Abstand, sodass es sich daran gewöhnt alleine einschlafen zu können.

Rituale als Helfer

Ein Einschlafritual kann deinem Baby helfen auch alleine in den Schlaf zu finden. Durch das immer wieder kehrende Ritual weiß dein Nachwuchs mit der Zeit was ihn erwartet. Er lernt dir zu vertrauen und findet dadurch Sicherheit. Dein Kind muss am Anfang seines Lebens ein gewisses Maß an Vertrauen und Sicherheit finden. Zudem hat sich der Schlafrhythmus noch nicht eingependelt. Gebe deinem Kind Zeit sich daran zu gewöhnen.

Auch wenn sich dein Baby an die Schlafphasen gewöhnt hat kann es sein, dass es lieber bei dir auf dem Arm bleiben möchte. Es wehrt sich dagegen in seinem eigenen Bettchen zu liegen und verdeutlicht dir, dass es von dir gehalten werden möchte. Achte dabei auch auf dich! Auch du brauchst deine Ruhephasen. Lasse es nicht zur Gewohnheit werden dein Kind auf dir einschlafen zu lassen. Übe mit deinem Baby alleine zu schlafen.

Gebe deinem Baby vor dem Zubettgehen noch mal ausreichend Nähe. Ein Ritual kann zum Beispiel das Stillen am Abend sein. Aber auch eine Spieluhr kann deinem Kind dabei helfen alleine einzuschlafen. Mache dein Baby bettfertig und kuschle dabei nochmal ausgiebig mit ihm. Durch die Nähe vor dem Schlafengehen kann dein Kind Sicherheit und Vertrauen fassen.

Vorsicht ist geboten!

Ist dein Kind frisch geboren, wirst du dich, genau wie dein Säugling, nach so viel Nähe wie nur möglich sehnen. Du genießt jede intensive Sekunde mit deinem Neugeborenen. Lässt du dein Baby allerdings zu oft auf dir oder deinem Arm einschlafen, kannst du deinem Baby auf Dauer schaden. Die Wirbelsäule deines Babys kann sich durch die rücken schädliche Liegeposition fehl entwickeln. Es könnten in der Entwicklung deines Kindes mögliche Haltungsschäden auftreten. Gewöhne dein Kind deshalb nicht daran auf dir Einzuschlafen.

Dein Kind sollte in den ersten Lebensmonaten auf dem Rücken schlafen. In Rückenlage bekommt dein Kind ausreichend Luft und die empfindliche Wirbelsäule wird geschützt.

Durch die Rückenlage kann sich die Wirbelsäule richtig entwickeln. Achte auch auf den Kopf deines Babys. Lagere den Kopf deines Kindes auch in Rückenlage immer etwas anders. Durch das Variieren der Schlafposition verhinderst du, dass sich der Hinterkopf deines Babys verformt.

Indem du dein Kind zu sehr an dich beim Einschlafen gewöhnst, kann es passieren, dass dein Baby ohne dich an großen Schlafproblemen leidet. Dies stellt nicht nur für dich eine hohe Belastung dar, sondern auch für dein Baby. Dein Baby wird so lange weinen, bis du es wieder hochnimmst. Das ist sowohl für dich als auch für dein Kind sehr ermüdend. Die Konsequenz davon kann sein, dass du über den Tag weniger leistungsfähig bist, weil dein Baby in der Nacht viel wach liegt.

Tipps zur Abgewöhnung

Um deinem Kind das Schlafen auf dem Arm abzugewöhnen, gibt es ein paar einfache Tipps:

1. Halte die Hand deines Kindes

Durch die Berührung fühlt sich ein Baby sicher. Versuche aber trotzdem ausreichend Abstand zu halten, sodass dein Baby auch ohne dich einschlafen kann.

2. Lege eines deiner Kleidungsstücke zu deinem Baby

Der elterliche Geruch wird deinem Kind das Gefühl geben, dass du bei ihm bist. Es kann dich trotz deiner Abwesenheit noch riechen und wird sich dadurch sicher und geborgen fühlen.

3. Ein Kuscheltier kann helfen

Um deinem Kind auch während deiner Abwesenheit das Gefühl von Sicherheit zu geben, kann es helfen einen beschützenden Freund mit in das Bett zu legen. Dein Baby kann sich durch das Kuscheltier beschützt fühlen und kann sich im Notfall an das Stofftier kuscheln.

4. Lasse eine Spieluhr laufen

Vielen Kindern hilft es beim Einschlafen ein vertrautes Geräusch zu hören. Gewöhne dein Baby an die Einschlafmelodie. Es wird dadurch mit der Zeit einfacher Ruhe und Geborgenheit finden können. Im Kinderbedarf findest du eine Vielzahl an Spieluhren, die spezielle Melodien zum Einschlafen abspielen. Lasse dich dort beraten.

5. Sei geduldig

Als Mutter oder Vater bist du schnell erschöpft, wenn dein Baby nicht alleine einschlafen kann und immer wieder nach dir fordert. Es ist ganz normal, dass auch du deine Ruhephasen benötigst. Lasse dich nicht stressen und strahle Gelassenheit aus. Stress kann sich auf dein Baby übertragen und würde ihm schaden. Kinder sind sehr sensibel und feinfühlig was die Emotionen in ihrer Umgebung angeht.

6. Schaffe eine angenehme Atmosphäre.

Die Schlafatmosphäre spielt eine wichtige Rolle, dass sich dein Baby wohlfühlt! Sorge dafür, dass dein Kind zur Ruhe finden kann! Dunkle dazu den Raum ab und schalte störende Geräusche ab. Dein Baby wird mit der Zeit lernen auch bei leichten Hintergrundgeräuschen zu schlafen. Bis es seinen Schlafrhythmus gefunden hast, solltest du deinem Baby jedoch helfen ungestört schlafen zu können.

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