Sechzehnter Monat deines Babys

Sechzehnter Monat deines Babys

Dein Kind ist 16 Monate alt!

Kinderärzte erinnern jeden, der zuhört, gerne daran, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind.

Trotzdem ist es jetzt schon teilweise möglich, einen kleinen Schimmer der Person zu erhaschen, die dein Kind später mal sein wird.

Während dein Herzenskind in diesem Alter in allen Bereichen der Entwicklung (motorisch, sprachlich, kognitiv und sozial-emotional) große Sprünge macht, wirst du merken, dass die Persönlichkeit deines Kindes weitgehend bestimmt auf welche Fähigkeiten es sich dabei am meisten konzentriert.

Darüber hinaus beeinflusst natürlich auch die Umgebung deines Kindes, wie und wann es bestimmte Fähigkeiten perfektioniert. Wenn ihr Zuhause beispielsweise keine Treppen habt, wird dein Kind wahrscheinlich nicht so früh Treppensteigen lernen, wie ein Gleichaltriger, dessen Zuhause damit ausgestattet ist.

Wenn dein Kind eine Kindertagesstätte besucht oder Geschwister zu Hause hat, lernt es vielleicht schon früher mit anderen Kindern zu spielen und Beziehungen zu knüpfen als Kinder, die diese Erfahrungen noch nicht machen konnten.

Es ist also gut, sich immer daran zu erinnern, dass die Kultur und Umwelt eines Kindes seine Entwicklung genauso beeinflussen kann wie seine ganz individuelle körperliche und kognitive Entwicklung.

Die Persönlichkeit deines 16 Monate alten Kindes kommt immer mehr zum Vorschein. Es hat seinen eigenen Kopf, seine eigenen Vorlieben, aber auch seine eigenen Abneigungen. Seit der Geburt ist inzwischen viel passiert. Dein Nachwuchs ist um einiges gewachsen und hat sich inzwischen zu einem kleinen Menschen entwickelt.

Die Entwicklung deines Kindes im 16. Monat

Die Entwicklung deines 16 Monate alten Kindes

Dein 16 Monate altes Kind ist wahrscheinlich ständig in Bewegung. Fast alle Kinder können in diesem Alter schon einige Schritte allein machen und die meisten sind auch schon ziemlich sicher auf beiden Beinchen unterwegs.

Interessant ist jetzt auch was sich weiter oben abseits ihres normalen Sichtfeldes abspielt, beispielsweise wenn Papa in der Küche Gemüse schnippelt. Um zu sehen, was da oben passiert, werden die Knirpse erfinderisch.

Regale, Hocker, oder Papas Bein hochklettern ist jetzt angesagt und aufgeben kommt gar nicht infrage!

Einige Kinder erweitern ihren Wortschatz schon jetzt um mehrere Wörter, andere lassen sich hierbei noch etwas Zeit. Sicher ist, dass dein Kind jeden Tag schon mehr von dem versteht, was du sagst und damit die Grundlage für das spätere Sprechen weiter ausgebaut wird.

Auch wenn sie noch lange nicht jedes Wort verstehen, können sie in diesem Alter doch deine Betonung schon hervorragend deuten. Nach wie vor kannst du die Sprachentwicklung am besten fördern, indem du viel mit deinem Kind sprichst und ihm Bücher vorliest.

Im zweiten Lebensjahr entwickeln sich vor allem die motorischen Fähigkeiten um einiges weiter.

Laufen muss gelernt sein

Viele Kinder können im Alter von 16 Monaten bereits die ersten Schritte allein zurücklegen. Manche fangen erst im 18. Monat damit an. Jedes Kind ist verschieden und deshalb unterschiedlich schnell in seiner Entwicklung. Der Zeitpunkt, zu dem Kinder anfangen zu laufen, ist deshalb sehr breit gefächert.

Kinderärzte sind jedoch der Meinung, dass die meisten Kinder mit spätestens 20 Monaten laufen können. Am Anfang tut sich dein Kind wahrscheinlich noch schwer damit zu laufen. Du wirst beobachten können, wie es sich immer wieder an Möbelstücken oder anderen Gegenständen hochzieht. Im Schritt danach hangeln sich die meisten Kinder dann an dem Möbelstück entlang.

Mache dein Zuhause deshalb unbedingt rechtzeitig kindersicher. Dein Kind hat trotz seiner kleinen Größe schon erstaunlich viel Kraft. Es kann Gefahren außerdem noch nicht einschätzen und könnte sich deshalb aus Versehen an einem Gegenstand hochziehen, der kippt.

Du kannst unnötige Unfälle vermeiden, indem du deinen kleinen Schatz nicht aus den Augen lässt und zusätzlich alle Vorkehrungen getroffen hast, dass die Umgebung kindersicher ist.

Übung macht den Meister

Sobald dein Kind die Fähigkeit erlangt hat die ersten Schritte allein zu gehen, möchte es üben, was das Zeug hält. Es ist dabei unermüdlich. Du wirst über die Ausdauer deines Kindes mehr als beeindruckt sein.

Stürze und kleinere Unfälle gehören dazu. Dein Kleinkind lässt sich davon jedoch nicht unterkriegen, sondern versucht es weiter. Du wirst feststellen, dass dein Kind ab sofort nicht mehr gerne im Kinderwagen sitzt. Dein Arm ist ebenfalls in den meisten Fällen keine Option mehr. Es möchte überall und am liebsten permanent laufen.

Dein Kind möchte außerdem unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Es will wissen wie es sich anfühlt auf einer Wiese oder im Sand zu laufen. Die neu gewonnen Fähigkeiten müssen auch draußen ausprobiert werden. Das heimische Wohnzimmer wird ihm auf Dauer zu langweilig.

Es ist übrigens nicht das Ziel deines Kindes einen bestimmten Ort zu erreichen. Es will laufen, um seine Fähigkeiten zu trainieren, denn nur Übung macht den Meister. Mit der Zeit lernt dein Kind dabei in verschiedenen Geschwindigkeiten zu laufen oder gar zu rennen. Außerdem lernt es die Geschwindigkeit so zu regulieren, dass es sich bestimmten Situationen anpassen kann.

Helfe deinem Kind nur, wenn es dir signalisiert, dass es Hilfe benötigt. Es ist wichtig, dass sich dein kleiner Liebling selbst ausprobieren kann. Nur so lernt dein Kind und kann dabei Fortschritte machen. Du kannst es aber ermutigen es immer wieder zu versuchen. Tröste es, wenn es hinfällt und helfe ihm wieder hoch, wenn es deine Hilfe benötigt. Für dich als Mutter oder Vater ist es toll zu sehen, wie schnell dein Nachwuchs lernt. Obwohl die Zeit, sobald dein Schatz laufen gelernt hat anstrengender für dich wird, bedeutet dieser Fortschritt dennoch ein großer Meilenstein für deinen Nachwuchs.

Wenn du mit deinem Kind in der Stadt unterwegs bist und es unbedingt laufen möchte, nehme es an die Hand. Manche Kinder sind eher ängstlicher Natur. Die elterliche Hand kann sie dazu ermutigen es trotz anfänglicher Angst wieder zu versuchen.

Manchmal kann es vorkommen, dass Kinder beim Laufen lernen so von dem Prozess eingenommen werden, dass sie in anderen Bereichen weniger oder gar keine Fortschritte mehr machen. Wundere dich deshalb nicht, wenn Bilderbücher plötzlich uninteressant sind oder dein Kind weniger neue Worte dazu lernt, als noch in dem Monat davor.

Sobald dein Kind das Laufen perfektioniert hat und sich dabei sicher fühlt, wird es auch wieder anfangen sich für andere Dinge zu interessieren. Kümmere dich bis dahin um die Sicherheit deines Kindes. Räume Stolperfallen sowohl im Wohnraum als auch im Garten zur Seite. Auch wenn sich dein Kind in seinem Lernprozess nicht von kleineren Unfällen beeinflussen lässt, ist es dennoch besser auf der sicheren Seite zu sein.

Gewöhne dich schon mal daran, dass dein Kind immer einige blaue Flecken haben wird. Das gehört zum Lernerfolg dazu auch, wenn das für dich als Vater oder Mutter natürlich besorgniserregend ist. Dein Kind ist, was das angeht sehr widerstandsfähig. Beruhige es, indem du Wehwehchen weg küsst.

Die Gesundheit deines 16 Monate alten Kleinkindes

Viele Kleinkinder durchleben im 16. Monat eine sogenannte Trotzphase. Selbst wenn dein Nachwuchs ansonsten sehr liebenswürdig und gut gelaunt ist, kann es sein, dass es im 16. Monat immer wieder mit Wutanfällen zu kämpfen hat.

Die Wutanfälle sind typisch für das Alter und gehören zu der Entwicklung und zum Reifeprozess deines Kindes dazu.

Die Ursache für die Wut deines Kleinkindes ist meistens eine Situation, indem die Dinge nicht so laufen wie es dein Kind am liebsten hätte. Zum Beispiel wird deinem Kind ein bestimmter Wunsch nicht erfüllt oder etwas klappt nicht so wie es dein kleiner Schatz gerne hätte. Diese Frustration äußert sich dann in einem Wutanfall.

Viele Kinder sind während eines Entwicklungsschubes zudem deutlich gereizter und wütender als normalerweise. Ein weiterer Grund für einen Wutanfall kann sein, dass sich dein Kleinkind überfordert fühlt. Setze die Erwartungen an deinen Liebling nicht zu hoch. Unnötiger Druck kann dein Kind überfordern und es reagiert dementsprechend trotzig.

Verbringst du ausreichend Zeit mit deinem Kind an der frischen Luft? Der Mangel an neuen Eindrucken und körperlicher Aktivität kann deinen Schatz ebenfalls frustrieren. Er ist dann dementsprechend gereizt und die Folge von seiner Stimmung sind unerklärliche Wutausbrüche.

Reizüberflutung kann ebenfalls ein Grund für die Wutausbrüche deines Kindes sein. Vermeide es deinem Kind dein Handy oder Tablet in die Hand zu geben. Elektronische Geräte senden zu viele neue Eindrücke auf einmal und können deshalb schnell zur Reizüberflutung bei einem Kleinkind führen. Dein Kind ist noch nicht in der Lage diese Eindrücke entsprechend zu verarbeiten. Der Fernseher sollte ebenfalls Tabu für dein Kleinkind sein. Lasse dein Kind ein Buch anschauen oder beschäftige es auf andere Art und Weise.

Zu viele neue Eindrücke sind genauso schlecht für dein Kind wie zu wenig neue Eindrücke. Am besten ist es allerdings, wenn du mit deinem Kleinkind regelmäßig an die frische Luft gehst. Das neue Umfeld weckt sein Interesse, überfordert es aber nicht, da es sich selbst aussuchen kann in welche Richtung es schaut.

Essen als Ritual

Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme, mehr als das Zuführen von Nährstoffen. Es ist ein wiederkehrendes Ritual, das Zeit und Ruhe braucht, das man genießen will und das wahrsten Sinne des Wortes Leib und Seele zusammenhält. Essen soll bei allen Gedanken zu gesunder Ernährung etwas Lustvolles und bleiben. Essen soll auch Spaß machen!

Das heißt natürlich nicht, dass sie ihrem Sprössling nun nur noch Schokolade geben dürfen (außer vielleicht unseren Chocodile Dundee 😉 ), weil er das am liebsten hat und diese mit großem Spaß verschlingt! Doch Essen ist in unserer Kultur mit so vielen positiven und negativen Gefühlen und Gedanken besetzt, die eigentlich wenig mit dem Essen an sich zu tun hat.

Wichtig ist, dass das Kind eine gesunde Beziehung zum Essen spielerisch mitbekommt. Ein Stück Kuchen kann Freude bereiten, soll aber auch nicht die einzige Möglichkeit der Belohnung oder des Trostes sein! Eltern haben viel Einfluss auf das spätere Essverhalten der Kinder. Besonders gut greifbar und sehr gut verträglich für dein Kind sind Birnen. Diese sind verdauungsfördernd, helfen gegen Verstopfungen und enthalten einen geringeren Säuregehalt als Äpfel.

Spielerische Förderung ab 16 Monaten

Spielerische Förderung des Kindes

Jeden Tag wird die Aufmerksamkeitsspanne deines Kleinkindes länger und neue Fähigkeiten entwickeln sich wie im Fluge. Es gibt jetzt schon so viele Dinge, die ihr gemeinsam tun könnt, um die Eltern-Kind-Bindung zu stärken und seine Entwicklung zu unterstützen.

Spielideen ab dem 16. Monat

Unterhaltsame Aktivitäten, Spiele und Spielzeug für 16 Monate alte Kinder sind:

  • Fantasie Spiele: Wenn dein Kind dich beim Telefonieren sieht, möchte es dies natürlich auch tun. Wenn du dann “Nein” sagst, kann dein Kind den Grund noch nicht verstehen und wird traurig oder auch wütend. Um Tränen und Wutanfälle zu vermeiden, könnte ihr zusammen ein Spielzeug oder unbedenklichen Gegenstand suchen, den es als Fantasie-Telefon benutzen kann. Jetzt könnt ihr sogar miteinander telefonieren!
  • Stapelblöcke: Ein Favorit sind nach wie vor die altbekannten Stapelblöcke. Die Türme werden jetzt langsam immer höher. Aber nach wie vor macht das Zerstören der Bauwerke immer noch am meisten Spaß
  • Sortierboxen oder andere Steckspielzeuge: Kinder lieben es dinge in etwas hineinzustecken und wieder herauszuholen, und das Ganze am liebsten immer wieder. Deshalb sind Sortier- und Steckspielzeuge genau das richtig, um sie eine weile zu beschäftigen.

Eine Frage, die sich viele Eltern von 16 Monate alten Kindern zum Thema Laufen stellen:

Wann sollte mein Kind laufen lernen?

Im Durchschnitt könne die meisten Kinder mit 15 Monaten schon die ersten Schritte machen. Einige fangen schon viel früher mit 11-13 Monte damit an und sind jetzt schon richtig flink unterwegs. Aber viele Kinder warten auch noch länger und beglücken ihre Eltern erst mit 16-20 Monaten mit den ersten Schritten.

Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch schon schnell unterwegs sind. Manche Kinder können sogar klettern, bevor sie laufen! Wenn du dir jedoch Sorgen machst und das Gefühl hast, dass dein Kind sich nicht schnell genug entwickelt, kannst du dich immer an deinen Kinderarzt wenden.

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